Archiv für September 2013

O-Wochenprogramm

Unser O-Wochenprogramm (08-10.10.2013), kommt vorbei und macht euch ein Bild vom SDS der Uni Bremen:

O-Wochenprogramm 2013/2014

O-Wochenprogramm

Schluss mit der Doppelmoral des aktuellen AStAs!

Der AStA Uni Bremen kürzt im Kfz-Referat und damit lokale Unterstützung für die Studierenden der Universität. Für das bundesweite Bündnis „fzs“ hat der AStA nun zusätzlich zu den üblichen Ausgaben für den fzs (15.000€!) ein Budget von 5000€ für die Ausrichtung der nächsten Mitgliederversammlung eingeplant. Schluss mit dieser Doppelmoral!
Was es am fzs auszusetzen gibt, wird auch hier nochmal deutlich:
http://sdsbremen.blogsport.de/images/InhaltslehreSDSFlyerFebruar.pdf

Wie rechtfertigen die Hochschulpiraten Uni Bremen und Die PARTEI – Uni Bremen diese Maßnahme? Noch in den Koalitionsverhandlungen mit uns und den Campus Grünen bestätigten diese uns ständig, wie überflüssig sie eine Institution wie den fzs finden.

Die bildungspolitischen SprecherInnen kommen zu Wort

Unser bundesweites Verbandsmedium, critica hat die bildunspolitischen SprecherInnen von CDU, SPD, B90/Grünen sowie DIE LINKE. befragt. Die Piraten sowie FDP haben auf die Anfrage leider nicht reagiert, die Ergebnisse sind trotzdem spannend.

Beispielsweise haben die Grünen nichts gegen private Unis, was ihrem WählerInnenklientel auch entspricht. Zusätzlich fordern diese keine Zivilklausel, sondern eine Friedensklausel. Wie das dann aussehen könnte, weiß man seit dem Kosovo-Einsatz sehr genau, forschen für Bomben, die Frieden bringen sollen. Im Prinzip entsprechen alle Antworten unseren Erwartungen. Das Ergebnis heisst für uns: LINKE wählen und supporten!

Hier ist der Artikel:

http://www.critica-online.de/start/newsdetail/zurueck/start/artikel/interview-zur-bundestagswahl-thema-hochschule/

Mahnwache „Bildungssterben“ zur Veranstaltung: „Exzellent. Und danach?“

Wir vom SDS der Uni Bremen unterstützen die DGB studis bei folgendem Aufruf und dazugehöriger Veranstaltung:

„Radikale Kürzungen an öffentlichen Hochschulen in Bremen und die private (aber öffentlich geförderte) „Bildungselite“ feiert sich !!!

Aufruf zur Protestveranstaltung am Freitag den 13.09. ab 15:30h vor dem Bremer Rathaus – Der Angriff auf unsere Bildung ist ein Angriff auf unser Zukunft!

Als ob es was zu feiern gäbe…!?!

Während der verfassungsrechtliche Bildungsauftrag der öffentlichen Hochschulen durch Sparprogramme wie dem Step2020 an der Hochschule Bremen oder massenhaften Stellenstreichungen an der Universität Bremen von den Verantwortlichen sabotiert wird, unterstützen unsere Politiker*innen die Elitenbildung an der privaten Jacobs University nicht nur mit Geld, sondern versuchen mit Ehrenbezeugungen für vorgeblich clevere Köpfe der privaten Bildung durch den Bürgermeister im Rathaus1 die Stimmung hochzuhalten.

Reimar Lüst wird 90 Jahre alt. Am Freitag soll „die „graue Eminenz“2 der Wissenschaftswelt“ oder auch „der Wissenschaftsmacher“3 im Rathaus in einer geschlossenen Gesellschaft gefeiert werden. Beim „Wissenschaftskolloquium: Exzellent. Und danach?“4
Warum ist das nun ein Grund für Protest?
Reimar Lüst ist nicht irgendwer. Als Vorsitzender des Wissenschaftsrates arbeitete er schon in den 60ern und 70ern an der neoliberalen Umgestaltung der Bildungslandschaft mit. Auch während seiner Zeiten als Aufsichtsrat, Vorsitzender, Präsident und Mitglied oder Ehrenmitglied von dutzenden Firmen, Räten, Gesellschaften und Stiftungen konnte er seinen Einfluss so ausbauen5. Als Resultat der aggressiven Karrierebildung wurde Lüst von Vertretern der Hansestadt Bremen gefragt, ob er bereit sei an der Planung der IUB mitzuarbeiten.6 Er hat also erst mitgeholfen die Weichen in der Bildung in Richtung Privatwirtschaft zu stellen und wird dann beauftragt eine privatwirtschaftliche Universität zu gründen!
Mit seinem Ruf war er sogar in der Lage Forderungen für seine Mitarbeit zu stellen: Volle Unterstützung durch Senat und Bürgerschaft, vollständiger Unabhängigkeit bei der Wahl der Präsident*innen und der Festlegung von Studiengebühren usw. Dieser Erpressung wurde stattgegeben: „Als ihm die Erfüllung dieser Punkte zugesagt wurde, war er bereit, sich an der Planung zu beteiligen“7. Ein Paradebeispiel aus dem Wirtschaftsbetrieb Wissenschaft und seinem Spielball Politik – Und wieder einmal wurden und werden mit öffentlichen Geldern private Taschen vollgestopft.
NICHT MIT UNS!

Wir schauen diesem Treiben nicht tatenlos zu und werden den Bildungskampf wieder einmal zum Rathaus und an die Bürgerschaft tragen. Noch bevor das Semester wieder losgeht setzen wir unsere Proteste fort. Am Freitag werden wir ab 15:30 Uhr am Eingang zu der Veranstaltung in schwarzer Trauerkleidung erscheinen und eine Kondolenzbuch bereitstellen. Auch DU bist eingeladen dich unserem Protest anzuschließen! Wer kann und hat erscheint ebenfalls in Trauerkleidung und trägt mit uns zum Empfang der geladenen Gäste unsere Bildung zu Grabe.
Wer nichts schwarzes im Schrank hat (haha) kommt wie es halt ist und bringt wie üblich Transpis und Fahnen (usw.) mit. Es wird neben der „stillen“ Trauergemeinde auch Raum für einen üblich lauten Demoblock geben!

Mit solidarischen Grüßen,

DGB Studis Bremen“

(1) http://www.rathaus.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen54.c.5386.de
(2) http://www.jacobs-university.de/drupal_lists/archives/pressreleases/02019/index.html
(3) http://www.geschkult.fu-berlin.de/e/fmi/arbeitsbereiche/ab_nolte/forschung/luest.html
(4) http://www.matthiasgueldner.de/termine-artikel/events/wissenschaftskolloquium-exzellent-und-danach.html
(5) Lüsts Lebenslauf von 2011 http://www.jacobs-university.de/sites/default/files/uploaded_files/CoCo/10jahre/CV_Reimar_Luest_deutsch_2011.pdf
(6) http://www.mpg.de/183324/reimar-luest
(7) http://www.mpg.de/183324/reimar-luest

Immer aktiv!

Wahlkampf
Der SDS der Uni Bremen schläft auch in den Semesterferien nicht. Neben einem produktiven Wochenendtreffen zu Themen wie Rosa Luxemburg und Gewerkschaften/Genossenschaften/Demokratie sowie Diskussionen über die Organizingkonzepte der Einzelgewerkschaften ist ein Teil der Gruppe dabei, die Bremer Neustadt mit Wahlkampfzeitungen zu bestücken.

Aktionen gegen Bildungskürzungen
Zusätzlich engagieren wir uns weiterhin mit den DGB studis gegen die geplanten Sparmaßnahmen im Hochschulbereich. Betroffen ist bei uns an der Uni der Mittelbau (wissenschaftliche MitarbeiterInnen, Verwaltung). An der Hochschule sind die StudienanfängerInnenzahlen betroffen und sollen massiv beschnitten werden.

Hier unser Wahlaufruf für die Partei, die studentische Interessen am ehesten im Parlament vertreten würde:

„Trotz zum Teil berechtigter Kritik am Parlamentarismus ist nicht wählen der falsche Weg, wenn sich die Situation der Menschen nicht weiter verschlechtern soll. Darin sind wir uns einig, trotz vieler kontroversen Diskussionen, die wir zu diesem Thema haben. Da die LINKE am ehesten unsere Politik vertritt, engagiert sich der SDS Uni Bremen bei linksaktiv. Dort gibt es tolle Möglichkeiten, um den Wahlkampf der LINKEN zu unterstützen. Das ist deshalb wichtig, weil DIE LINKE die einzige der im Bundestag vertretenen Parteien ist, die keine Großspenden von Konzernen, Banken, Versicherungen und Lobbyisten erhält.“

Uni und Orientierungswoche
Wir standen nach der Wahl des Studierendenrates kurz vor einer Koalition mit den Hochschulpiraten, der Partei, Campus Grün sowie Lisa. Am Ende ist es kurzfristig an den HoPis sowie der Partei gescheitert, da diese sich politisch näher an AfA sahen. Nun existiert eine Minderheitenkoalition.
Wir bedauern das. Schließlich hätten wir gerne unsere gewerkschaftliche Arbeit mit einem Referat in die Uni getragen. AfA ist in der Konstellation aus den Erfahrungen unserer letzten AStA-Koalition 2011/2012 untragbar. Der Karrierismusvorwurf ist dauerhaft existent. Wir stellen den fzs weiterhin in Frage, wollen nicht Parlamentarismus auf Uni-Ebene spielen, sondern politisch arbeiten und finden hohe Subventionen wie für unser Uni-Revolverblatt „Scheinwerfer“ überflüssig. Mit AfA wäre (und wird wahrscheinlich) nichts machbar gewesen. Im StudierendenRat wird man uns auch nicht auffinden. Anstatt uns mit ellenlangen Sitzungen zu quälen, deren Ausgang schon vorher feststeht, schauen wir wo wir unsere Kräfte sinnvoller bündeln können.

Weiterhin haben wir mit der Planung der O-Woche an der Uni begonnen, spätestens Anfang Oktober sehen wir uns also wieder. Wir freuen uns auf euch:
SDS_wants_you